Für das Betreiben einer Skiregion benötigt es enorme Wasserressourcen. Den Skigebietsbetreibern ist bewusst, dass sie sich ständig im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Schutz der Natur bewegen. Durch die hohe Lage und Ausrichtung am Alpenkamm hat Andermatt einen natürlichen Standortvorteil. Rund um Andermatt entspringen vier Flüsse; Reuss, Ticino, Rhein und Rhône. Die Region wird als Wasserschlosseuropas bezeichnet und besitzt dadurch keine Wasserengpässe.

In einer 10 Jahresstatistik fallen in den Wintermonaten ca. vier Meter Schnee in Andermatt. Aus natürlicher Sicht führt dies zu deutlich geringerer Nutzung von Schneekanonen im Vergleich zu anderen Regionen. Seit 2016 gibt es zudem grosse technische Entwicklungen. Beschneiungsanlagen sind effizienter und sparsamer geworden. Es gibt schon jetzt Anlagen, die ganz ohne Kompressoren auskommen; der nötige Wasser- und Luftdruck wird alleine durch das Gefälle und ausgeklügelte Düsen erzeugt. Laut Zeitungsberichten und Informationen des Verantwortlichen für die Beschneiung in der SkiArena Dani Meyer, werden Schneekanonen nur in im Notfall herangezogen und auf eine Bildung von Kunstschneedepots verzichtet. Im Winter 2018/19 konnte die Skiarena schon im November öffnen. Dabei wurden nur 5% Kunstschnee produziert, 95% der geöffneten Pisten waren aus Naturschnee.

Eine weitere Innovation ist das sogenannte Snowfarming. In der Skiarena wird am Gemsstock ebenfalls Snowfarming eingesetzt. Naturschneemassen werden am Ende der Saison zusammengeschoben und unter Planen gelagert und abgedeckt, so überdauern grösste Teil den Sommer und können Anfangs Winter wieder verteilt werden.

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